BAM - Der Tag der offenen Grabung war echt leiwand! Wir haben uns wahnsinnig gefreut, dass über 150 Menschen an den Führungen teilnahmen, die wir gemeinsam mit dem Verein Pfahlbau am Attersee gemacht haben. Wie viele Besucherinnen und Besucher direkt ins Strandbad kamen und sich ohne Führung bei uns umgeschaut haben, können wir gar nicht genau sagen, aber das waren noch etliche mehr.
Das Team des Vereins Pfahlbau am Attersee hat uns wie schon so oft wieder großartig unterstützt. Nicht nur die allgemeinen Hintergrundinfos zum Thema haben sie bei den Führungen vermittelt, sondern Gerald Egger war auch wieder so nett vorzuführen, wie man Steinklingen in prähistorischer Zeit herstellte. Besonders für Kinder – aber nicht nur für sie – ist das immer wieder faszinierend.
Im Strandbad hat unser Grabungsleiter Henrik Pohl die Gruppen dann übernommen und erklärt, welche Ziele das Kuratorium Pfahlbauten und das Oberösterreichische Landesmuseum mit dem Projekt Zeitensprung und der Grabung in Seewalchen genau verfolgen und worauf es bei Unterwasser-Archäologie ankommt. Auf den Sprungturm wurden die Gruppen heute nicht hinaufgeführt. Dafür waren es einfach zu viele Leute. Wer wollte, konnte aber natürlich auf eigene Faust hinauf und einen Blick von oben auf unsere Taucherinnen und unseren Taucher werfen, die bei jeder Führung im Wasser waren.
Es war unglaublich, wie viele Fragen die Leute hatten und wie interessiert sie waren. Nicht nur Marco Prehsegger und Florian Ostrowski, deren Volontariat bei uns schon zu Ende ist und die eigens für den Tag der offenen Tür nochmal herkamen, waren ständig umringt von Wissbegierigen. Auch Sophie Habinger, die derzeit mit dem Sieben der Funde betraut ist, und Valerie Strobl, die dem Tauchteam assistiert, haben so viel geredet, dass sie zufrieden und erschöpft meinten „heute wohl kein Wort mehr rausbringen“ zu können.
Unser Kurecon, der Kulturgut-Rettungs-Container weckt offensichtlich noch immer Neugierde. Für zwei Damen, die eigentlich gar nicht genug Zeit hatten, um an einer ganzen Führung teilzunehmen, haben unsere Konservatorinnen Susanne Heimel und Heike Rührig ihn sogar extra geöffnet. Damit das Klima im Inneren stabil bleibt, konnten wir die Türen in diesem Fall ja leider nicht den ganzen Tag offen lassen. Die Damen sind nachher aber doch bis zum Ende der Führung geblieben. Uns hat das ganz ehrlich gefreut, denn an solchen Dingen sieht man dann, dass es uns wirklich gelungen ist, zu vermitteln, wie toll Archäologie ist.
Ein ganz besonders herzliches Dankeschön möchte ich an dieser Stelle im Namen des ganzen Teams auch an unseren lieben Engelbert vom Verein Pfahlbau am Attersee richten, der den ganzen Tag unermüdlich Tee für die Gäste und uns aufbrühte. Es war ein absolut gelungener Tag der offenen Grabung heute, bei dem restlos alles gepasst hat – sogar das Wetter!
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