Kuratorium Pfahlbauten - Burgring 7, 1010 Wien
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Das Grabungsteam in Seewalchen stellt sich vor

4. Oktober 2015

Zur Mannschaft der Unterwassergrabung von Zeitensprung in Seewalchen am Attersee gehören neben dem Grabungsleiter Henrik Pohl die Forschungstaucherinnen und –taucher Tilman Baum, Helena Seidl da Fonseca, Claire Ries und Stefan Dziwis. Die beiden Konservatorinnen Susanne Heimel und Heike Rührig vom Oberösterreichischen Landesmuseum kümmern sich vor Ort um die frisch geborgenen Funde. Unterstützt werden unsere Expertinnen und Experten von den Studierenden Marco Prehsegger, Daniela Serini, Sophie Habinger, Valerie Strobl und Florian Ostrowski, die auf der Grabung als Volontärinnen und Volontäre mitarbeiten. In der folgenden Bilderstrecke stellen wir das Grabungsteam kurz vor.

Zugehöriges Projekt


Forschungen in den Seeufersiedlungen in Attersee und...
Unser Grabungsleiter Henrik Pohl studierte Klassische Archäologie und Ur-und Frühgeschichte in Rostock und in Wien. Er ist seit 20 Jahren in verschiedenen Bereichen der Unterwasserarchäologie tätig. Seit 2013 betreut er als Site Manager des Kuratoriums Pfahlbauten das UNESCO-Welterbe Prähistorische Pfahlbauten in Oberösterreich.
Tilman Baum ist ein Zimmerman, Geoökologe und archäologischer Forschungstaucher aus Tübingen. Derzeit arbeitet er an seiner Doktorarbeit an der Universität Basel. „Nach mehrjähriger Arbeitserfahrung am Bodensee freue ich mich sehr auf den Einsatz im schönen Salzkammergut!"
Helena Seidl da Fonseca ist Forschungstaucherin und arbeitet seit 2012 als Assistentin der Geschäftsführung beim Kuratorium Pfahlbauten. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Archäologie und studiert nun am Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie an der Universität Wien im Masterstudium. Neben Grabungsarbeiten unter Wasser arbeitet sie an Land die Vermessung in Seewalchen aus.
Stefan Dziwis hat seine Abschlussarbeit an der Universität Erlangen-Nürnberg über die ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehörende Pfahlbausiedlung Konstanz-Hinterhausen geschrieben. Seit 2012 ist er geprüfter Forschungstaucher. Nach seiner zweijährigen Tätigkeit als technischer Mitarbeiter in einem Ingenieurbüro für Vermessung, vertieft er nun seine dort erworbenen Kenntnisse seit 2015 an der Universität Salzburg in „angewandter Geoinformatik“ und arbeitet nebenbei freiberuflich.
Marie-Claire Ries ist seit 2012 ausgebildete wissenschaftliche Forschungstaucherin und seit 2013 aktives Mitglied im Team der ForschungstaucherInnen des Kuratoriums Pfahlbauten. Sie studiert derzeit im Masterstudium an der Universität Wien Urgeschichte und Historische Archäologie. Ihre Bachelorarbeit verfasste sie 2014 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Darin untersuchte sie die zum UNESCO- Welterbe gehörende Pfahlbaustation Abtsdorf I im Attersee.
Susanne Heimel hat an der Universität für angewandte Kunst Wien den Studiengang Objektrestaurierung absolviert und sich auf die Konservierung archäologischer Funde spezialisiert. Seit Ende 2014 betreut sie als freiberufliche Restauratorin des Oberösterreichischen Landesmuseums das Projekt Zeitensprung mit und ist dort insbesondere am Aufbau einer Konservierungseinheit für Nassorganik beteiligt.
Heike Rührig ist seit 2006 als Restauratorin für archäologische Bodenfunde am Oberösterreichischen Landesmuseum tätig. Ihr Aufgabengebiet umfasst das Konservieren und Restaurieren aller nichtmetallischen archäologischen Funde. „Das Spannende an der Tätigkeit als Restauratorin ist, dass kaum ein Objekt je einem zweiten gleicht. Gerade von einer Unterwassergrabung dürfen wir uns viele tolle organische Funde erwarten, die wir sonst auf Grabungen leider nicht finden, weil sie im Erdboden vergangen sind.“
Marco Prehsegger ist Student der Urgeschichte in Wien. Er kommt aus Keutschach in Kärnten, wo sich ebenfalls eine zum UNESCO-Welterbe gehörende Pfahlbausiedlung befindet. Marco ist aber nicht nur "als Keutschacher schon einschlägig vorbelastet" was die Pfahlbauten betrifft, sondern er interessiert sich auch sehr für alte Handwerkstechniken und das verwendete Werkzeug.
Sophie Habinger studiert seit 2012 Urgeschichte und Historische Archäologie an der Universität Wien. Daneben ist sie auch als Arbeitskreissprecherin im Arbeitskreis Neolithikum/Bronzezeit der Österreichischen Gesellschaft für Urgeschichte aktiv. "Ich war sofort Feuer und Flamme als ich erfahren habe, dass ich die Ausgrabung trotz fehlendem Tauchschein vom Land aus unterstützen kann.“
Daniela Serini studiert an der Universität Wien Klassische Archäologie im Masterstudium. 2015 hat sie einen Bachelorabschluss in Urgeschichte und historischer Archäologie in Wien erworben. Daniela absolviert ein Volontariat bei der Grabung in Seewalchen weil sie die außergewöhnlichen Erhaltungsbedingungen im Unterwasserbereich spannend findet und die Herausforderungen einer Unterwassergrabung miterleben möchte.
Florian Ostrowski studiert Geschichte sowie Urgeschichte und Historische Archäologie an der Universität Wien. Er absolvierte bereits Studienaufenthalte in Warschau, Veliko Tarnovo und Tübingen. Die Unterwasserarchäologie ist für ihn ein völlig neuer Bereich, weshalb er sich umso mehr auf diese Aufgaben freut: „Es ist eine große Ehre an den Ausgrabungen zu den Pfahlbauten in Seewalchen teilnehmen zu dürfen. Es warten neue Methoden, ein neues Umfeld und bestimmt auch tolle Erkenntnisse.“
Valerie Strobl ist Studentin der Urgeschichte und Historischen Archäologie an der Universität Wien. Valerie war "schon immer fasziniert von ´versunkenen´ Kulturen, die sich unter bestimmten Bedingungen so gut erhalten haben und die so viele neue Schlüsse zulassen."
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Der «Palafittes Guide» ist eine umfangreiche Informations-Sammlung über das Unesco-Welterbe. Er enthält einen Audioguide für zahlreiche schweizer, deutsche und österreichische Standorte. An diesen Standorten wird in jeweils etwa 3 Minuten erzählt, was im Boden oder im Seegrund liegt, wie die Pfahlbauer hier gelebt haben und wie die Archäologie das Thema erforscht.
 
Neben diesem Audioguide enthält der «Palafittes Guide» Informationen zu Museen, in denen Objekte aus der Pfahlbauerzeit ausgestellt sind, sowie eine umfangreiche Textsammlung mit allgemeinen Informationen über die Pfahlbauer. Für den Audioguide gilt: Auch er funktioniert überall, aber vor Ort ist er auf jeden Fall interessanter.

Fördergeber

 
Das Kuratorium Pfahlbauten wurde im Jahr 2012 von Bund und Ländern ins Leben gerufen, um den österreichischen Teil des internationalen UNESCO-Welterbes „Prehistoric Pile Dwellings around the Alps“ stellvertretend für die Republik Österreich zu betreuen.

Die Fördergeber sind:

Partner und Sponsoren

   
Das UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ wird unterstützt durch: